Tracking in der herstellenden Industrie

Tracking in der herstellenden Industrie

Tracking in der herstellenden Industrie
Datum: 21.07.2021
Update: 27.07.2021

Wo ist Tracking in der herstellenden Industrie interessant?

 

Als Platt­form für ver­schie­de­ne Her­aus­for­de­run­gen der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on sit­zen wir natür­lich genau an der Quel­le, um zu erken­nen, wel­che Berei­che in der her­stel­len­den Indus­trie gera­de beson­ders heiß sind.
Durch den Launch der Apple Air­tags boomt das The­ma Tracking enorm – nicht nur im pri­va­ten Gebrauch, son­dern auch in der Indus­trie. Inwie­fern Tracking in der her­stel­len­den Indus­trie von Nut­zen ist, inter­es­siert uns jetzt gera­de aber am meisten.

 

In der ver­gan­ge­nen Zeit haben wir ver­mehrt einen Ein­druck dar­über bekom­men, wo Tracking in der Indus­trie gebraucht wird. Vor allem in der Pro­duk­ti­on und Logis­tik sehen wir einen hohen Bedarf: Man kann die Tech­no­lo­gie zum Bei­spiel ver­wen­den, um Ersatz­tei­le, Werk­stü­cke oder Werk­zeu­ge schnel­ler zu fin­den und Mate­ria­li­en oder Pro­duk­te in der Pro­duk­ti­on nach­zu­ver­fol­gen. Genau­so ver­hält es sich mit dem Dieb­stahl­schutz – so kann ver­hin­dert wer­den, dass sel­te­ne und teu­re Werk­zeu­ge oder ähn­li­ches verschwinden.

Auch im Con­tai­ner- und Behäl­ter­ma­nage­ment kann die Tech­no­lo­gie durch­aus hilf­reich sein. Stel­len Sie sich vor, Sie ver­pa­cken indoor Ihr Pro­dukt (z.B. Prä­zi­si­ons­roh­re) in Con­tai­ner und ver­schi­cken die­se dann an Ihren Kun­den. Zum einen wol­len Sie auf Ihrem Gelän­de Bescheid wis­sen, wel­che Pro­duk­te schon ein­ge­packt sind und wo genau sie sich befin­den. Zum ande­ren inter­es­siert Sie auch wo sich der Con­tai­ner befin­det, sobald er Ihr Gelän­de ver­las­sen hat. Hier wird eine Kom­bi­na­ti­on aus Indoor- und Out­door (GPS)-Tracking interessant.

Zudem wur­de mit Coro­na das Hoch­prä­zi­si­ons-Per­so­nen Tracking immer gefrag­ter, um den Sicher­heits­ab­stand zwi­schen den Mit­ar­bei­ten­den über­prü­fen zu kön­nen. Doch das ist nicht nur im Büro und zu Zei­ten von Coro­na span­nend, son­dern auch all­ge­mein zum Bei­spiel in der Fer­ti­gung. Dies dient jedoch kei­nes­falls der Arbeits­über­wa­chung, son­dern viel­mehr der Sicher­heit der Mit­ar­bei­ten­den in Allein­ar­beit oder eben auch gene­rell der Prozessoptimierung.

 

An die­ser Stel­le haben wir Faven­do, einer unse­rer Lösungs­an­bie­ter, hin­zu­ge­zo­gen, um eine wei­te­re Exper­ten­mei­nung ein­zu­ho­len. Sie sind Spe­zia­lis­ten für Real Time Loca­ti­on Ser­vices und kön­nen uns noch genau­er sagen, wo die Nach­fra­ge für Tracking in der her­stel­len­den Indus­trie beson­ders hoch ist. Zusätz­lich zu den oben genann­ten Punk­ten, ist die Lauf- und Fahr­weg­op­ti­mie­rung ein sehr häu­fig auf­kom­men­des The­ma. Mit­tels Tracking kön­nen die Wege auf­ge­zeich­net, aus­ge­wer­tet und anschlie­ßend effi­zi­ent opti­miert wer­den. Im Prin­zip wer­den näm­lich Posi­ti­ons­da­ten berech­net und ganz sim­pel über eine Map (z.B. Goog­le­Maps oder Open Street Maps) dar­ge­stellt oder über eine Schnitt­stel­le in ein bestehen­des Sys­tem (z.B. CRM /SAP) inte­griert wer­den. Die Ver­knüp­fung der Ortungs­da­ten mit den Daten aus der Daten­bank ermög­licht dann eine Aus­wer­tung, die Rück­schlüs­se auf Opti­mie­rungs­po­ten­zia­le zulässt. Klingt gut, oder?

Außer­dem ist in Bezug auf das „Hoch­prä­zi­si­ons-Per­so­nen Tracking“ wich­tig anzu­mer­ken, dass zwi­schen „Tracking“ und „Tra­cing“ unter­schie­den wird. Mit „Tracking“ kann man eben eine genaue Posi­ti­on bestim­men und das „Tra­cing“ ist viel eher dafür geeig­net, ledig­lich einen Kon­takt (z.B. zwi­schen zwei Blue­tooth-Chips) zu erken­nen und nach­zu­voll­zie­hen. Das Tra­cing allein kann jedoch kei­ne Aus­sa­ge dar­über tref­fen, wo der Kon­takt statt­ge­fun­den hat oder wie die­ser aus­sah (Rücken an Rücken, Gesicht an Gesicht, Hän­de schüt­teln, etc.) – So wie man das schon aus der Coro­na-Warn App kennt.

 

Wie sind die Zukunftsaussichten für das Tracking in der herstellenden Industrie?

 

Wir und Faven­do sind ganz klar einer Mei­nung: Tracking wird immer mehr zum Ein­satz kom­men, sobald den Unter­neh­men klar ist, wie sehr sich das am Ende lohnt. Denn klar, zu Beginn muss man Zeit und Geld auf­brin­gen alles ent­spre­chend ein­zu­rich­ten und zu pro­gram­mie­ren. Ist die­ser Schritt getan, spart man an den genann­ten Res­sour­cen. Außer­dem kann man erken­nen, dass das Tracking immer mehr für Qua­li­täts­ma­nage­ment ein­ge­setzt wer­den kann. So kön­nen bei­spiels­wei­se kom­ple­xe Arbeits­pro­zes­se oder auch mini­ma­le Robo­ter­arm­be­we­gun­gen getrackt und somit auf ihre Rich­tig­keit über­prüft werden.

Im Zusam­men­hang mit Tracking könn­te in Zukunft auch immer mehr auf Droh­nen­tech­nik und 3D-Tracking gesetzt wer­den. Für bei­des wird eine hoch­prä­zi­se Tech­no­lo­gie wie Ultrab­reit­band (UWB) benö­tigt, die eine sehr hohe Mess­ge­nau­ig­keit gewähr­leis­tet. Vor allem in Lagern mit Hoch­re­ga­len ist dies näm­lich enorm hilf­reich. So kön­nen Objek­te posi­ti­ons­ge­nau geor­tet werden.

 

Da Tracking­sys­te­me immer in Ver­bin­dung mit Anker­punk­ten funk­tio­nie­ren, soll­te den­noch nicht außer Acht gelas­sen wer­den, dass die Inte­gra­ti­on eines Tracking­sys­tems auch mit Infra­struk­tur­auf­wand ver­bun­den ist. Doch die­ser Auf­wand rela­ti­viert sich im Ver­gleich zu dem, was man durch Tracking alles spa­ren und opti­mie­ren kann.

 

Wir bedan­ken uns bei Faven­do für ihren span­nen­den Exper­ten-Input und den Blick hin­ter die Kulissen!